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Notaufnahmen und Personal entlasten – nur wie?

In den letzten zehn Jahren rückten die Rettungswagen um 50 Prozent häufiger aus.
Das Problem: Bagatellfälle nehmen stetig zu, was Personal und auch Notfallambulanzen dauerhaft zusetzt.

Hannover. Über 500 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet besuchten am 16. März das 21. Hannoversche Notfallsymposium der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Hauptschwerpunkt der Fortbildungsveranstaltung, die unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius steht, bildete die Verbesserung der Notfallversorgung. Die Einsatzzahlen der Rettungswagen sind bundesweit um 50 Prozent in den letzten zehn Jahren gestiegen. Dies liegt oftmals daran, dass Symptome von den Patienten falsch eingeschätzt und der Rettungsdienst alarmiert wird, obwohl kein akutes Krankheitsbild besteht. Somit landen häufig auch Patienten mit Bagatellbeschwerden in der Notaufnahme. Das sorgt unwillkürlich für eine Überfüllung der Notaufnahmen und zu einer extremen Belastung des Rettungsdienstpersonals.

Besonders frustrierend sei es für Notfallsanitäter zu Patienten zu fahren, bei denen kein akutes Krankheitsbild besteht, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. Oftmals fehle schon das Fieberthermometer im Haushalt, gesundheitliche Beschwerden würden oft überinterpretiert. Im schlimmsten Fall steht in solchen Momenten kein Rettungswagen für wirkliche Notfälle zu Verfügung. „Vor allem vor den Feiertagen rufen Leute den Rettungsdienst an, um Oma und Opa abzugeben, um zu verreisen oder ohne sie zu feiern“, stellt Enke fest. „Es besteht ein großes Wissensdefizit in der Gesundheitsaufklärung“, so Enke. „Viele Patienten haben Probleme die Signale ihres Körpers richtig zu deuten.“

Eine Möglichkeit zur Entlastung des Personals ist der Einsatz von Telemedizin. Im Juli 2018 startete das Zentrum für Telemedizin am Klinikum Oldenburg in Kooperation mit den Johannitern in den Städten Delmenhorst, Lemwerder und Ganderkesee ein Pilotprojekt mit bundesweitem Vorbildcharakter zur telemedizinischen Unterstützung des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Das „Projekt 116117 - neues Versorgungsmodell für den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst mit telemedizinischer Unterstützung von Gesundheitsfachkräften“ soll den Rettungsdienst und die Notfallambulanzen langfristig entlasten. Ruft ein Patient den Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Nummer 116117 an, fährt ein medizinisch ausgebildeter Mitarbeiter der Johanniter zum Patienten nach Hause. Das Projekt, das von der Berufsfeuerwehr Oldenburg, dem Rettungsdienst Ammerland, dem Deutschen Roten Kreuz Cloppenburg sowie dem Maltester Hilfsdienst initiiert wurde, wird aktuell an den Standorten Stadt Oldenburg, in den Landkreisen Vechta, Cloppenburg und Ammerland durchgeführt.

Um ein besseres Gefühl für seinen Körper zu bekommen, empfiehlt Enke eine Auffrischung eines Erste-Hilfe-Kurses. Davon profitieren beide Seiten: Man wird auf echte Notfälle vorbereitet und entwickelt gleichzeitig ein besseres Gefühl für den eigenen Körper. Darüber hinaus ist man in der Lage, anderen Menschen schnell helfen zu können.

Schon mal ausprobiert?

Auch der Hausnotruf der Johanniter bietet die Möglichkeit, schnell Hilfe anzufordern. Um einen Notruf abzusetzen, übermittelt der Funksender, der an Handgelenk oder als Halskette getragen werden kann, das Notsignal auf Knopfdruck. Ausgebildete Experten schätzen die gesundheitliche Lage professionell ein und veranlassen alles Notwendige.

Die Vorteile des Johanniter Hausnotrufs im Überblick

  • Tag und Nacht erreichbar, an 365 Tagen im Jahr
  • Bundesweite Notrufzentralen mit erfahrenen Mitarbeitern
  • einfache Handhabung der Technik - Notruf mit nur einem Knopfdruck
  • kurze Reaktionszeit im Fall eines Notfalls

Weitere Informationen:
Internet: www.johanniter.de/hausnotruf
Infos und Buchung für Erste-Hilfe-Kurse: www.johanniter.de/erstehilfe

© Die Johanniter

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