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Mängelbeseitigung: 92-jährige Mieterin duldungspflichtig

Paragraphen - Copyright Sylvia Horst(ho) Eine 92-jährige Mieterin rügt Undichtigkeiten der Wohnungsfenster, Schimmelbildung und damit einhergehende Gesundheitsgefährdung. Vermieter V will die Mängel beseitigen lassen. Er beauftragt die dafür notwendigen Handwerker, die um Einlass in die Wohnung zur Erledigung von Vorarbeiten bitten.

Die hochbetagte Mieterin, aufgrund ihres Alters und ihres Gesundheitszustandes ängstlich, verweigert sich der Mängelbeseitigung grundsätzlich nicht, will aber zu Ihrer Sicherheit eine Ersatzwohnung und die Belieferung mit Essen. Vermieter V klagt auf Duldung des Wohnungszutritts, der Vorarbeiten und der eigentlichen Arbeiten zur Mängelbeseitigung. Das AG München hilft ihm (Urteil vom 13.12.2018 - 418 C 18466/18, Pressemitteilung AG München vom 24. 5. 2019):

Instandsetzungsmaßnahmen seien als Erhaltungsmaßnahmen zu dulden (§ 555 a Abs. 1 BGB). Hohes Alter entbinde davon nicht, zumal die 92-jährige Mieterin selbst die Mängel angezeigt und um ihre Beseitigung nachgesucht hätte. Deshalb könne sie auch die Duldung der Instandsetzungsmaßnahmen nicht davon abhängig machen, dass sie in eine Ersatzwohnung umquartiert und mit Mahlzeiten versorgt werde.

Nähere Informationen zur Duldung von Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie zu deren Ankündigung gegenüber dem Mieter enthält die Broschüre "Wohnungsmodernisierung", 8. Auflage 2019, Verlag Haus & Grund Deutschland/Berlin, 336 Seiten DIN A5, ISBN 978-3-96434-005-4, Preis 21,95 € zuzüglich Versandkosten bei Einzelbestellung, zu beziehen über Haus und Grund Niedersachsen, E-Mail: info@haus-und-grund-nds.de; Fax: 0511/97329732.

© Dr. Hans Reinold Horst

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