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Haus & Grund begrüßt geplante GEG-Reform: Mehr Augenmaß beim Heizungsgesetz

Logo Haus & GrundDie Bundesregierung hat gestern ein Eckpunktepapier zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorgestellt. Haus & Grund Niedersachsen e.V. sieht darin einen wichtigen Schritt hin zu mehr Verlässlichkeit für Eigentümer. Nach monatelanger Verunsicherung bringe die Koalition endlich Planungssicherheit zurück – und erkenne an, dass Klimaschutz im Gebäudebestand nur mit, nicht gegen die Eigentümer gelingen kann.

Mit den geplanten Streichungen der §§ 71 bis 71p sowie 72 (GEG) entfallen die starren Vorschriften, ausschließlich Heizungen mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien einzubauen. Stattdessen sollen Gas- und Ölheizungen weiterhin zulässig bleiben. Erst ab 2029 wird ein Anteil von mindestens zehn Prozent CO2-neutraler Brennstoffe wie Biomethan vorgeschrieben. Der Anteil soll ab 2040 weiter steigen. Für Haus & Grund ist das ein sinnvoller und machbarer erster Schritt, um die Umstellung schrittweise und technologieneutral voranzubringen.

Besonders positiv bewertet der Verein, dass funktionierende Heizungen nicht mehr verpflichtend ausgetauscht werden müssen. „Das schützt viele Mitglieder vor unkalkulierbaren Investitionen und technischen Experimenten“, betont Verbandsvorsitzende Sabine Jung. Eigentümer könnten nun ihre Anlagen modernisieren, wenn es wirtschaftlich und technisch sinnvoll sei – nicht, weil sie gesetzlich dazu gezwungen werden.

Auch die vereinfachte Wärmeplanung der Kommunen wird grundsätzlich begrüßt. Sie kann aus Sicht von Haus & Grund Niedersachsen e.V. nur dann erfolgreich sein, wenn sie transparent erfolgt und Eigentümer frühzeitig einbindet. Wichtig sei zudem die Entscheidung der Regierung, dass Wärmepreise für Eigentümer bezahlbar bleiben sollen.

Weitere Punkte sind geplant. Trotz der weitreichenden Erleichterung sollen die Vorgaben der europäischen Effizienzrichtlinie eingehalten werden. Das Gesetz soll zum 01.07.2026 in Kraft treten. Die angekündigte Evaluation im Jahr 2030 wird zeigen, wie weit die Maßnahmen greifen. Eine gute Möglichkeit, Bilanz zu ziehen und gegebenenfalls nachzusteuern.

„Klimaschutz ja, aber mit Vernunft und Augenmaß, das war und ist unsere Devise“, so Verbandsvorsitzende Sabine Jung abschließend. „Nur so wird die energetische Modernisierung im Gebäudebestand Akzeptanz finden und von den Eigentümern mitgetragen werden.“

Nähere Informationen erhalten Mitglieder bei ihrem örtlichen Haus & Grund Verein.


Der Landesverband Haus & Grund Niedersachsen ist Teil der bundesweiten Eigentümerschutz-Gemeinschaft mit insgesamt ca. 900.000 Mitgliedern. Bundesweit ist Haus & Grund der mit Abstand größte Vertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Deutschland. Den Bundesverband mit Sitz in Berlin tragen 22 Landesverbände und über 900 Ortsvereine. In Niedersachsen vertritt Haus & Grund auf Landesebene die Interessen von ca.
60.000 Mitgliedern.

Pressekontakt:
Sabine Jung
Verbandsvorsitzende
Landesverband Haus & Grund Niedersachsen e.V.
Tel.: 0511/973297-33
E-mail: info@haus-und-grund-nds.de

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