Unsere Kooperationspartner
(SJ)
Der Landesverband Haus & Grund eV hat sich mit verschiedenen Partnern
verbunden. Deren Leistungen können die Mitglieder der Ortsvereine
in Anspruch nehmen. Um einen besseren Überblick zu erhalten, trifft
sich die Verbandsvorsitzende Sabine Jung mit den jeweiligen Ansprechpartnern,
führt Interviews und stellt die Leistungen inhaltlich vor.
In dieser Ausgabe: Der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Sicher wohnen, selbstbestimmt leben – gemeinsam Verantwortung
übernehmen
Sicheres Wohnen im Alter entsteht nicht zufällig. Es ist das Ergebnis
vorausschauender Planung, verlässlicher Partnerschaften und gut vernetzter
Akteure. Eigentümerinnen und Eigentümer stehen dabei zunehmend
vor der Frage, wie Wohnraum so gestaltet werden kann, dass er auch bei
veränderten Lebenssituationen ein selbstbestimmtes Leben im Alter
ermöglicht.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. bringt hier langjährige Erfahrung
ein – von Notruf- und Serviceangeboten über ambulante Dienstleistungen
bis hin zum Betrieb von Wohnanlagen nach dem Konzept „Wohnen mit
Service“. Gemeinsam mit Haus & Grund Niedersachsen werden diese
Kompetenzen gebündelt, um Mitglieder nicht nur zu informieren, sondern
auch konkret zu beraten – etwa zu Fördermöglichkeiten
für altersgerechte Wohnformen oder zu zukunftsfähigen Quartierskonzepten.
Wie wichtig dabei Netzwerkarbeit ist, zeigt der enge Austausch mit landesweiten
Initiativen und regionalen Partnern. Nur wenn Wissen geteilt, Angebote
sichtbar gemacht und Akteure miteinander verbunden werden, entstehen tragfähige
Lösungen gegen Unsicherheit und Vereinsamung im Alter.
Im Gespräch mit Silke Aue, Key Account Managerin bei den Johannitern
im Landesverband Niedersachsen/Bremen warf die Verbandsvorsitzende einen
Blick auf die gemeinsame Partnerschaft: moderne Sicherheitslösungen
wie die Notruf-Uhr Johanna®, Förderimpulse für Eigentümer
sowie die Frage, wie gemeinsames Handeln Sicherheit, Selbständigkeit
und Gemeinschaft im Wohnumfeld stärken kann.
Frau Jung: Frau Aue, Sie sind als Key Account Managerin für
die Betreuung der Kooperationspartner verantwortlich. Welche Bedeutung
hat die Zusammenarbeit mit Haus & Grund Niedersachsen für die
Johanniter?
JUH: Die Kooperation mit Haus & Grund Niedersachsen ist für
uns von besonderer Bedeutung, weil sie genau dort ansetzt, wo unsere Leistungen
wirken sollen: im direkten Lebensumfeld der Menschen. Haus & Grund
Niedersachsen erreicht mit seinen rund 60.000 Mitgliedern eine große
Zahl von Eigentümerinnen und Eigentümern, die sich zunehmend
mit Fragen des altersgerechten Wohnens beschäftigen. Gemeinsam können
wir frühzeitig informieren, sensibilisieren und konkrete Lösungen
anbieten – regional verankert und praxisnah.
Frau Jung: Der demografische Wandel ist ein zentrales Thema unserer
Zeit. Wo sehen Sie die größten Herausforderungen im Bereich
Wohnen und Versorgung im Alter?
JUH: Die größte Herausforderung besteht darin, Sicherheit,
Selbständigkeit und Lebensqualität miteinander zu verbinden.
Die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in
ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben – unabhängig davon, ob
sie Eigentümer oder Mieter sind. Dafür braucht es flexible Unterstützungsangebote,
die nicht erst greifen, wenn Pflegebedürftigkeit eintritt, sondern
bereits vorher ansetzen. Genau hier sehen wir große Schnittmengen
zwischen den Johannitern und Haus & Grund.
Jung: Welchen konkreten Mehrwert bietet die Kooperation den Mitgliedern
von Haus & Grund Niedersachsen?
JUH: Die Mitglieder von Haus & Grund profitieren gleich mehrfach:
Zum einen durch den Zugang zu einem flächendeckenden Sicherheitsangebot
der Johanniter – sowohl im eigenen Zuhause als auch unterwegs. Zum
anderen erhalten alle Mitglieder beim Anschluss eines modernen Johanniter-
Hausnotrufgeräts einen attraktiven Preisvorteil auf die sichere Schlüsselhinterlegung
und unseren Einsatzdienst.
Darüber hinaus bieten wir Beratung, Informationsangebote und Vorträge
rund um Vorsorge, Notrufdienste und altersgerechtes Wohnen. Gerade beim
Thema „Wohnen im Alter“ können wir eine langjährige
Expertise im Bereich Service-Wohnen und Seniorenwohnanlagen vorweisen.
Die Nachfrage nach professionell begleiteten Wohnformen im Alter steigt
deutlich – sowohl bei Eigentümerinnen und Eigentümern
als auch bei Projektentwicklern.
Die Johanniter verfügen hier über umfassende Erfahrung und
bieten drei unterschiedliche Leistungsmodelle für „Wohnen mit
Service“, die sich flexibel an die jeweiligen Rahmenbedingungen
anpassen lassen:
- Service- und Betreuungsleistungen: Die Johanniter übernehmen
die Organisation und Durchführung von Service- und Betreuungsangeboten
innerhalb einer Wohnanlage.
- Generalanmietung mit Gesamtverantwortung: Die Johanniter mieten die
Wohnanlage vollständig an und übernehmen die Verantwortung
für Vermietung, Betreuung und Serviceleistungen.
- Eigene Investition: Die Johanniter treten selbst als Investor auf
und übernehmen Bau, Vermietung und Betrieb der Immobilie.
Gerade beim „Wohnen mit Service“ zeigt sich, wie wichtig
es ist, bereits in der Planungs- und Bauphase die richtigen Weichen zu
stellen. Neben der Barrierefreiheit spielen Aspekte wie ausreichend große
Gemeinschaftsräume, durchdachte Grundrisse, Licht- und Sicherheitskonzepte
sowie viele Ausstattungsdetails eine entscheidende Rolle. Diese Expertise
bringen die Johanniter frühzeitig in Projekte ein – ein klarer
Mehrwert für Haus & Grund-Mitglieder, die sich mit zukunftsfähigen
Wohnkonzepten beschäftigen.
Jung: Neben fachlicher Expertise spielen auch Fördermöglichkeiten
eine große Rolle. Welche Bedeutung sehen Sie hierbei?
JUH: Förderprogramme sind ein ganz wesentlicher Hebel, um
innovative Wohn- und Versorgungsangebote überhaupt realisieren zu
können. In Niedersachsen ist hier insbesondere die Richtlinie zur
Förderung von „Wohnen und Pflege im Alter“ (RL WuPiA)
zu nennen. Sie unterstützt die Entwicklung altersgerechter Wohnformen
und Quartiersstrukturen – etwa durch Modellvorhaben, Umbaumaßnahmen
oder begleitende Beratungsleistungen. Ziel ist es, Selbstbestimmung im
Alter zu stärken und neue Wohnkonzepte zu ermöglichen.
Gerade an dieser Stelle sehen wir großes Potenzial für eine
enge Zusammenarbeit zwischen den Johannitern und Haus & Grund Niedersachsen.
Während Haus & Grund seine Mitglieder frühzeitig für
entsprechende Themen sensibilisiert, können die Johanniter ihre praktische
Erfahrung aus Betrieb, Service-Wohnen und Quartiersarbeit einbringen.
Gemeinsam lassen sich so Fördermöglichkeiten aufzeigen und
Projekte von Anfang an fachlich begleiten – ein klarer Mehrwert
für Eigentümerinnen und Eigentümer.
Jung: Der Johanniter-Hausnotruf ist seit vielen Jahren etabliert.
Welche Rolle spielt er heute im Kontext moderner Wohn- und Versorgungskonzepte?
JUH: Der Hausnotruf ist heute weit mehr als ein klassisches Notfallgerät.
Er ist ein zentraler Baustein für Sicherheit, Prävention und
Entlastung – für die Nutzerinnen und Nutzer selbst, aber auch
für Angehörige, ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste.
Mit über 300.000 Anschlüssen deutschlandweit und 40 Jahren Erfahrung
geben die Johanniter den Menschen die Gewissheit, im Ernstfall nicht allein
zu sein.
Jung: Sie sprechen oft von veränderten Bedürfnissen
der heutigen Seniorengeneration. Wie reagieren die Johanniter darauf?
JUH: Die heutige Generation 70+ ist aktiv, mobil und selbständig.
Die Senioren wollen am Leben teilhaben. Viele möchten Sicherheit,
ohne sich „alt oder gebrechlich“ zu fühlen. Deshalb haben
wir unser Angebot um moderne Notruf-Uhren der Produktlinie Johanna®
erweitert. Sie sind stylisch, smart und bieten ortsunabhängige Sicherheit
– beim Einkaufen, auf Reisen oder bei Freizeitaktivitäten.
Zusätzliche Funktionen wie Sturzerkennung oder Vitalwertmessung machen
sie zu einer idealen Begleiterin für einen aktiven Lebensstil.
Jung: Wie unterstützen die Johanniter Menschen, wenn sich
ihre Wohn- oder Lebenssituation verändert und welche Rolle spielen
ambulante Dienstleistungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter?
JUH: Wir begleiten Menschen entlang ihres gesamten Lebensverlaufs.
Wenn Mobilität abnimmt oder neue Herausforderungen entstehen, stehen
wir beratend zur Seite. Ambulante Dienstleistungen sind hier entscheidend,
um Selbständigkeit zu erhalten. Sie ermöglichen Unterstützung
nach Bedarf, ohne die vertraute Wohnsituation aufgeben zu müssen.
Neben ambulanten Pflegediensten zählen dazu auch Hausnotruf, Wohnberatung,
Alltagshilfen oder Serviceangebote. In Kombination schaffen sie ein Sicherheitsnetz,
das individuell angepasst werden kann.
Daneben zeigen unsere Wohnberatungen auf, wie mit überschaubaren
Anpassungen viel Sicherheit geschaffen werden kann, etwa durch barrierefreie
Planung, technische Hilfsmittel oder ergänzende Dienstleistungen.
Jung: Welche Chancen sehen Sie in der Zusammenarbeit zwischen
Johanniter-Dienststellen und den Ortsvereinen von Haus & Grund?
JUH: Hier liegt aus meiner Sicht enormes Potenzial. Unsere regionalen
Dienststellen sind nah an den Menschen und kennen die lokalen Strukturen.
Sie können für Ihre Ortsvereine wertvolle Ansprechpartner sein
– etwa für Vorträge zu Erste Hilfe, Notrufdiensten, Vorsorge,
Pflege oder Wohnberatung.
Jung: Was wünschen Sie sich für die zukünftige
Zusammenarbeit zwischen den Johannitern und Haus & Grund Niedersachsen?
JUH: Ich wünsche mir, dass wir die Kooperation weiter intensivieren
und noch stärker in die Fläche tragen. Gemeinsam können
wir Menschen frühzeitig erreichen, Orientierung geben und konkrete
Lösungen anbieten.
Unser gemeinsames Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein
selbstbestimmtes, sicheres und würdiges Leben im Alter ermöglichen
– in der eigenen Wohnung, im vertrauten Umfeld und mit verlässlichen
Partnern an der Seite.
Jung: Das ist ein schönes Schlusswort, dem wir uns nur zu
gern anschließen. Vielen Dank für das Interview, Frau Aue.
Bei Rückfragen:
Telefon: 0800/ 0019214
Internet: www.johanniter.de/nb
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